einige Fallberichte

Sichelzellenanämie

Auf dem Bild seht ihr Pendo (links) mit ihrer besten Freundin. Die beiden Mädchen haben Sichelzellenanämie, eine durchaus verbreitet erbliche Erkrankung, für die es kaum Behandlungsmöglichkeiten gibt. 3 von 5 betroffene Kinder sterben im Kleinkindalter daran. 

Dieses Schicksal musste auch das kleine Mädchen rechts erleiden. Ihre Eltern hatten kein Geld für einen Arztbesuch, sie ist zu Hause eingeschlafen. 

Wir unterstützen Pendo. Durch spezielle Impfungen, gesunde Ernährung, regelmäßige Check-Ups kann ihr Immunsystem gestärkt werden. Leider sind diese Behandlungen sehr kostspielig. Sie ist nun regelmäßig einmal im Monat bei Vorsorgeuntersuchungen, hatte einen Termin bezüglich Ernährung und ihr Zustand wird laufend überwacht. 

 


Tagesmutter in Lucky Summers

Mama Solia ist alleinerziehende Mama. Sie liebt Kinder und hatte den Traum als Tagesmutter tätig zu werden. Wir konnten bereits ein Objekt anmieten und einrichten und eine kleine Werbeaktion starten, so dass ihr Angebot in der Nachbarschaft bekannt wird.

 
Mittlerweile hat sie fixe Tageskinder und kann mit dem verdienten Geld sich und ihre Tochter ohne weitere Hilfe gut versorgen. Wir haben ihr pädagogische Bücher zukommen lassen, welche sie mit großem Interesse verschlungen hat. Immer mehr Mütter bleiben beim Abholen ein Weilchen im Wohnzimmer sitzen und informieren sich über Möglichkeiten, ihre Kinder - vor allem emotional - besser zu begleiten. 

 


eine Patin für Amina

Das ist Amina. Bisher konnte sie die Schule nur sehr unregelmäßig besuchen, weil ihre Familie nicht in der Lage war, die Kosten aufzubringen. Mittlerweile hat sie eine Patin gefunden und ist sehr glücklich darüber, eine fleißige Schülerin zu sein. 
Auf dem Bild seht ihr sie beim Besuch eines unserer Mitglieder, der ihr einen Brief ihrer Patin überbracht hat. 

 

Amina hat wurde von ihrer Patin weiters mit Essenpaketen und einem Kleidchen zu Weihnachten überrascht. Die Freude war unbeschreiblich. Wenn sie groß ist, möchte sie auch armen Kindern helfen und Sozialarbeit studieren. 


Mama Leo wird Schneiderin

Mama Leo kam mit einem großen Wunsch zu uns. Sie wollte einen Beruf erlernen, um ihre zwei Kinder ohne fremde Hilfe selbst versorgen zu können. Sie hatte sich bereits schlau gemacht und alles rund um eine Schneiderinnen-Ausbildung in Erfahrung gebracht. 

 

Zwei Jahre lang lernte sie alles rund um Schnitte und Nähen. Mittlerweile konnten wir ihr eine kleine Nähmaschine anschaffen (ohne Strom, mit Pedal) und sie absolvierte die Abschlussprüfung mit Auszeichnung. Sie hat große Träume - würde gerne eine eigene Kollektion herausbringen ;-). 

 

Sie arbeitet als Schneiderin, bessert Uniformen aus, näht die Kleidung ihrer Kinder und sogar ein Brautkleid war schon dabei. Sie ist in der Nachbarschaft als "Künstlerin" bekannt. Sie bedankt sich von Herzen und meldet sich nach wie vor regelmäßig mit Fotos ihrer Werke. 


Ziegelmaschine

Immer wieder verlieren Familien ihr Dach über dem Kopf. Zu starke Regenfälle oder schlechte Substanz führen dazu, dass ihre Hütten einfach mit dem Wasser davon gerissen werden. All diesen Familien ein neues Haus zu bauen, übersteigt unsere Möglichkeiten, deshalb hat unser Mitarbeiter Dan die geniale Idee aufgebracht, eine Ziegelmaschine anzuschaffen. Mit ihr ist es möglich Ziegel selbst herzustellen, mit denen stabile Häuser gebaut werden können. Alles was es dafür benötigt ist Material (Sand, Wasser, Erde, Steine) und Arbeitszeit. 

 

In Not geratene Familien können unsere Maschine ausborgen und sich damit ein neues zu Hause bauen. Oft ist die gesamte Nachbarschaft im Einsatz - unser Mitarbeiter Dan steht beratend zur Seite. Die Nachfrage ist groß und die Häuser sehen wirklich toll aus. Wir freuen uns, damit einen kleinen Beitrag leisten zu können. 

 

Mehr Fotos sind auf unserer Facebook Seite zu finden. 


Alzeri

Das ist Alzeri Mwachiro Mwarundu. 

Er wurde 2002 geboren und lebt mit seiner Familie in Tezo. 

Beide Eltern haben keine fixen Anstellungen, nur Gelegenheitsjobs und sind nie zur Schule gegangen. Alzeri ist das dritte von 7 Kindern. Mit 5 Jahren wurde Alzeri krank (es dürfte eine Form von Muskeldystrophie sein), was in weiterer Folge zu einer Verkrüppelung seiner Beine führte. Er kann weder stehen noch gehen. Aus diesem Grund wurde er nie zur Schule geschickt. 

Die Familie lebt in einem landesüblichen Lehmhaus, sie besitzen 2 Betten welche von den Eltern und dem Letztgeborenen benützt werden. Alle anderen schlafen auf dem Boden. Die meisten seiner Geschwister gehen nur unregelmäßig zur Schule, da die Eltern oftmals die Schulgebühren nicht bezahlen können. 

Alzeri wird - je nach Subtyp seiner Erkrankung - in den nächsten 10 bis 30 Jahren sterben. Und bis dahin immer schwächer werden. Er bräuchte so dringend einen Rollstuhl, in dem er fixiert werden kann, wenn seine Muskeln zu schwach werden um ihn aufrecht zu halten und den man mit Kissen polstern kann, so dass er sich nicht wundsitzt. Derzeit sitzt/liegt er den ganzen Tag im Sand vor dem Haus....

 

Wir freuen uns riesig, dass wir für Alzeri nun einen Rollstuhl mit Spezialkissen bestellen konnten! Asante sana! 

 

Update: Leider hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Alzeri verstorben ist. Seine Familie hat den Rollstuhl zurück gebracht mit den Worten "ihr konntet unserem Sohn seine letzten Jahre viel lebenswerter gestalten. Wir wollen dies nun einem anderen Kind ermöglichen..." 



Joy Junior School

Das ist die Joy Junior School, die sich in Tezo befindet. Es ist eine relativ neue Schule mit 75 Schülern, derzeit von Babyklasse bis Klasse 1. Sehr gerne würden sie ihren Schulbetrieb bis Klasse 8 erweitern. Im Moment sind 2 Lehrer in der Schule beschäftigt. Es würden dringend mind. 5 weitere Lehrer benötigt werden, um einen qualitativen Unterricht anbieten zu können. Die Schule wurde für ganz arme Familien ins Leben gerufen, deshalb können die Eltern kaum Schulgebühren aufbringen. Die Kinder werden unter einem Baum unterrichtet, wo sie den ganzen Tag ohne Essen verbringen. Es gibt weder Klassenräume, noch Schreibtische oder Uniformen, Bücher und Schuhe. Die meisten Kinder sind von Jiggas (Würmer in den Füßen) befallen.

Wir haben damit begonnen, die Jiggas "auszurotten" - also die Kinder zu behandeln und mit der Anschaffung von Schuhen und Schreibtischen präventiv gegen Neubefall zu schützen (weg vom Sitzen am Boden). In weiterer Folge würden wir gerne mit weiterem Lehrpersonal und Büchern helfen. 



Naomi und Perris Kalume

Naomi und Perris sind schon seit vielen Jahren unsere Patenkinder über das Projekt Harambee (www.harambee.at) und besuchen beide die Kilifi Vonwald Schule. Bei unserem letzten Besuch, mussten wir entsetzt feststellen, dass die beiden mit ihrer Familie in furchtbaren Zuständen leben müssen. 

Die Mutter ist taub-stumm, allein stehend und hat bereits 5 Kinder (teilweise durch Vergewaltigung entstanden). Sie kann sich kaum schützen und auch nicht schreien, wenn sich nachts jemand zu ihr ins Haus schleicht. Die gesamte Familie ist von Jiggas befallen, teilweise so schlimm, dass die Zehen bereits in Gefahr waren abgenommen werden zu müssen. Das Haus, in dem die Familie lebt, gleicht einer "Ruine", das Dach ist undicht, die Wände windschief. 

In der Zwischenzeit konnten wir das Haus neu bauen inkl. einer Tür, die man abschließen kann (das war der größte Wunsch der Mutter). Die gesamte Familie wurde gegen Jiggas behandelt und mit Socken und Schuhen versorgt, die Mutter eingeschult, wie sie in Zukunft vorbeugen kann. 

Auch Betten und Matratzen wurden besorgen. Im nächsten Schritt wollen wir noch das Haus fertigstellen, damit es nicht in der nächsten Regenzeit wieder beschädigt wird.